Erziehungshilfe

Volker Rothfuß

Eurythmie in der Erziehungshilfe

Ein weltverbundenes Fach, das Schüler fröhlich stimmt, sie aber auch fordert
  • Erziehungshilfe zusammen mit dem Freiburger Schulamt ist eine seit über 30 Jahren gelebte Praxis der Michael-Schule, die wie eine Waldorfschule arbeitet.
  • Die Eurythmie vermag es, die Fähigkeit zu fördern, aus der Nachahmung der ersten Klasse heraus die eigenen Formkräfte zu bilden.
  • Bei der Lautierung des ungeteilt verbundenen Alphabets geht es um den seelischen Fluss bis ins Leibliche hinein – jeweils differenziert nach den einzelnen Lauten.

FREIBURG. Nachdem die dritte Klasse auf dem Flur versammelt von ihrer Eurythmielehrerin auf die Stunde eingestimmt worden ist, betreten die Kinder geordnet den Raum. Jeder der neun Jungs wird an der Türe einzeln begrüßt. Im Kreis aufgestellt folgt das obligatorische „Guten Morgen, liebe Kinder“ von der Pädagogin, die Schüler antworten  mit einem „Guten Morgen, liebe Frau Herrmann.“ Michelle Herrmann ist eine diplomierte Eurythmistin und seit über 30 Jahren im Beruf. Sie war in der Freien Waldorfschule Freiburg Wiehre und arbeitet seit 12 Jahren in der Michael-Schule. Zusammen mit Heileurythmist Thomas Schickler deckt sie das pädagogische Eurythmie-Angebot der Schule ab. Diese umfasst rund 105 bis 110 Schülerinnen und Schüler sowie 25 Lehrer. Klassenlehrer und Fachlehrer bilden ein sonderpädagogisches Team, in dem bei der Arbeit jeder auf den anderen angewiesen ist. Die Pädagogin sagt, „der Schulalltag bringt jeden an seine Grenzen, umso mehr erfreut es mich an unserem Kollegium, dass wir freundschaftlich, ehrlich und familiär zusammenarbeiten.“

In die Formkräfte kommen

Der Eurythmie-Saal ist der wohl größte und zugleich schönste Saal der Schule. Der Raum ist sachgerecht ausgestattet, mit einem klingenden Flügel, auf dem ein schöner Blumenstrauß steht, an der Wand die Grafik eines Sterns von Emma Kunz und ein Farbenkreis, dem von Goethe nachempfunden. Die dritte Klasse geht nach einer Vorübung in die Verwandlung zum „Ich will lernen, was die Erde mir erzählt“ mit den Elementarwesen. Neun muntere Zwerge beschreiten in rhythmischen Schritten ihre Erdenwege. Dabei sehen sie mit tief ins Gesicht gezogenen Zipfelmützen und kurzen Hälsen aus wie Naturgeister, die in Boden, Bäumen und Sträuchern leben. Diese sind vor den Fenstern an diesem herrlich sonnigen Junitag zu sehen, man hört in den Pausen das Zwitschern der Vögel. Die Schule liegt in einem Park und nahe an einem Bach. Während die Gnome laut und lebendig durch den Saal stampfen, fließt das Gewässer draußen, eingezwängt in ein enges, grades Bett. Manchmal drohen die Arme den Zwergen verloren zu gehen, was Michelle nicht als Störung oder Belastung in die Gruppe spiegelt, sondern die Kinder so annimmt wie sie sind. Sie hält damit die Sache in der Spur. Der eingeschlagene Weg und das zu Schaffende stehen weiterhin im Mittelpunkt, auch wenn fremde Mächte die Seelen mit ihren zappligen Launen belagern. Die Kinder wirken in ihrer Konstitution zart, zerbrechlich, einige sind wohl auch körperlich geschwächt, doch allesamt suchen sie, jeder auf seine Weise, in sich den tiefen Grundton des eigenen Gnomen, ganz so, als machten sie einander Mut auf dem Weg in den dunklen Berg.

„Es ist mir wichtig, dass die Kinder früh in die Form kommen“, sagt die erfahrene Lehrerin. Schon in der ersten Klasse arbeiten sie in der Nachahmung den Charakter der Laute, die von Beginn an als formgebendes Element zum Einsatz kommen. Bei der Seele eines Zappelphilipps sind diese Formkräfte ein Segen, denn sie lernt die Form gewissermaßen in die Hand zu nehmen, später in der Oberstufe kann der Schüler die Choreografie dann für das jeweilige Thema selbst umsetzen. Die Kinder werden daher schon früh ermuntert, in die Muskelspannung zu gehen, Stichwort: Muckis. Eine andere Möglichkeit, in die Willensgeste zu gelangen, zeigt die Eurythmielehrerin an diesem Tag mit den Elementen Erde, Wasser, Luft und Feuer. In der Mitte steht ein Hocker mit einem Tuch, das für jedes Element in Farbgebung und Motiv durch ein anderes ausgetauscht wird. Anhand von Darstellungen auf kleinen Druckbildern stimmen sich Marco, Adrian und die anderen auf das jeweilige Element ein. Sie nehmen ihre Stellung ein und führen die Bewegung aus. Dabei bewegen sie sich gleichsam auf den Spuren von Aristoteles, der die Welt aus Gegensätzen zusammengefügt beschreibt. Die Polaritäten geraten dabei zu Willenshelfern, langsam etwa beginnen die Kinder die Übung und steigern das Tempo bis zum Gegenteil ins Schnelle. Oder ein Teil der Gruppe sitzt und die anderen bewegen sich. So auch bei den Steinen, die vom Wasser des Bergbachs umspült werden. Das Strömen und Weben des Wassers, sein Springen und Stauen spiegelt sich in den Bewegungen der Schüler und im Klavierspiel. Auch in der Fünf-Stern-Übung finden sich Thomas und die anderen in einem Wechselspiel von Schreiten und Laufen, rund und gerade, von Stillstand und Aktion. Doch was passiert da eigentlich? Im Fünf-Stern spiegelt sich der Mensch selbst. Die Kraft dieser Form basiert auf der Gestaltnatur des Menschen. Die Schüler nehmen diese Kraft in sich auf durch ihren Laufweg und die Bewegung. (Lauf-)Fehler selbst zu richten, ist durch diese Form dem Kind erleichtert. Es fühlt sich in der Aktion ungeteilt verbunden mit der Welt und geht darin doch seinen eigenen Weg.

Zum Abschluss der Stunde bilden die Kinder  noch einmal einen Kreis und lenken ihren Sinn auf einen Vorgang der besonderen Art. Es bleibt bei allem, was folgt, mucksmäuschenstill. Sie bewegen ihre Arme und Hände durch das lautliche Alphabet, fließend und ohne Unterbrechung vom A bis zum Z. Im Nachhinein betrachtet und von außen gesehen ist es der Höhepunkt der Stunde. Was Michelle praktiziert, ist ganzheitlich in seiner Wirkung und gerade deshalb für diese Gruppe pädagogisch angezeigt, soll heißen: Ich rege bei der Lautierung des Alphabets den seelischen Fluss bis in mein Leibliches hinein an – differenziert durch jeweils einen anderen Laut. Das ist Erziehungshilfe im Tun mit den Mitteln der von Rudolf Steiner einst entwickelten Lauteurythmie.

Unterricht in kleinen Klassen

Das großbürgerlich erscheinende Gebäude ist eine alte Unternehmervilla aus der Gründerzeit in Freiburgs Kartäuserstraße. Ein Mann von etwa Mitte Dreißig betritt die holzvertäfelte Villa, in der man nicht unbedingt eine Einrichtung wie die Michael-Schule vermutet. Der etwas aufgeregte Vater will an diesem Morgen sein Kind anmelden. Nehmen wir an, es ist in der Klasse Drei und besucht derzeit noch eine Regelschule. Nach vermutlich einigem Zögern und Zaudern, nach Gesprächen, Diagnose und Beratung ist inzwischen klar, dass die Tochter eine Schule mit einem Angebot wie dem der Michael-Schule braucht. Im Büro gibt der Vater das ausgefüllte Formular ab. Ein Gutachten und die Genehmigung vom Schulamt stehen noch aus. Sind diese Nachweise beigebracht, hat seine Tochter den Anspruch erworben, in einem der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren der Stadt Freiburg (SBBZ) einen Platz zu erhalten. Den betroffenen Eltern sind diese Einrichtungen willkommen und segensreich, geben sie doch ihrem Nachwuchs eine neue schulische Heimat. Der Mann und seine Ehefrau und Mutter haben sich für die Michael-Schule entschieden, da sie den beiden als besonders geeignet für ihre Tochter und für sich selbst in der Rolle als Eltern erscheint.

Mit dem Standort in der Kartäuserstraße hat die Schule eine zentrale Lage, liegt in einer ruhigen Umgebung und kann gut angefahren werden. Die Kinder der Klassen eins bis vier werden am Morgen mit dem Fahrdienst gebracht und bei Unterrichtsende um 12.45 Uhr oder 15.30 Uhr nach Hause gefahren, auch wenn die Adresse im Umland liegt. Mit diesem Service unterstreicht die Stadt ihre Verantwortung für die Rahmenbedingungen einer guten Sonderpädagogik. Ab der Fünften fahren die Kinder mit den Öffentlichen oder werden privat gebracht und geholt.

Unterrichtet wird in Kleinklassen. Ein Lehrer bleibt bei seinen Schülern von Klasse eins bis sechs. Bis zum Hauptschulabschluss übernimmt sie ein neuer Lehrer. Jeder Klassenlehrer bekommt einen erfahrenen Kollegen an die Seite gestellt. Dieser Pate hilft, wenn Rat erwünscht ist und er vertritt den anderen nach Absprache. Der Tagesablauf: Die ersten beiden Stunden gelten dem Hauptunterricht. Darin werden in 3- 4-wöchigen Epochen die Fächer Deutsch, Mathematik, Formenzeichnen und Sachkunde unterrichtet, später auch in Geschichte, Erdkunde und in den Naturwissenschaften. Die Klassen sieben bis zehn beginnen den Tag mit einer Stunde Sport-Aktivität vor dem Hauptunterricht. Nach der 10-Uhr-Pause folgen drei Fachstunden. In der Mittagszeit gibt es ein frisch zubereitetes, vollwertiges Essen in Bio-Qualität. Ab zwei Uhr folgt ein pädagogisches Zusatzangebot wie Turnen, Steinbildhauen und Zirkus, auf dem Mundenhof ist Voltigieren angesagt, fürs Kochen gibt es eine Lehrküche, außerdem im Programm sind Gartenbau, Handarbeit, Werkunterricht, Singen oder Theater. Für jedes Kind wird ein Förderplan erstellt und evaluiert. Zu den Therapien gehören neben der Heileurythmie auch Kunsttherapie und therapeutische Sprachgestaltung. Was diesen Aufbau und Ablauf betrifft, betont Schulleiter Andreas Jäger, „arbeiten wir im Grunde wie eine Waldorfschule“.

Der Hauptschulabschluss erfolgt in der neunten oder zehnten Klasse. Danach sind Berufsfachschulen eine Möglichkeit, die Zukunft anzugehen. Ab der Achten findet eine Beratung durch die Arbeitsagentur statt. Dabei werden die Anrechte der Jugendlichen abgeklärt. Mehrwöchige Praktika in Betrieben gehören zur Berufsvorbereitung. Die Rückschulung an eine Regelschule ist jederzeit möglich. In Betracht kommt eine der drei Waldorfschulen oder eine andere öffentlichen Schule in Freiburg.

Gut aufgenommen und eingearbeitet

Der Klassenlehrer der zweiten Klasse mit 12 Kindern, je zur Hälfte Jungen und Mädchen, ist Johannes Schorn. Der Grundschullehrer plant, sich berufsbegleitend fürs Lehramt Sonderschule fortzubilden. Später will er das Studium der Waldorfpädagogik vielleicht folgen lassen. Nach eigener Aussage ist er von den Kollegen gut eingearbeitet und aufgenommen worden. Was die Eurythmie betrifft, so hält er sie vor allem in der motorischen Entwicklung der Kinder für bedeutsam.

Die im Jahr 1982 von Waldorflehrern gegründete Michael-Schule ist Mitglied des SBBZ-Netzwerks und neben dem Haus Tobias in der Stadt das zweite Institut, das sich an der Pädagogik von Rudolf Steiner und der durch ihn begründeten Menschenkunde orientiert. Die Lehrer der Schule unterrichten überwiegend mit vollem Deputat und werden direkt durch das Schulamt der Stadt entlohnt. Für gewöhnlich haben sie ein Studium für die Grundschule, die Hauptschule oder Werkrealschule absolviert. Erwünscht ist außerdem die Qualifikation für das Lehramt in Sonderschulen. Ein Teil des Kollegiums hat das Waldorflehrerseminar besucht.

Einer alten Villa entsprechend sind die Schulzimmer mit Ausnahme des Raums für die Eurythmiestunden eher klein und reichen bis unter das Dach. In diesem Stockwerk ist auch der Raum, in dem die öffentlichen Schulfeiern abgehalten werden. Auf einer kleinen Bühne werden neben anderen Darbietungen auch Stücke der Klassen in Eurythmie aufgeführt. Die Klassenzimmer haben keinen Wasseranschluss und im Keller teilen sich Hausmeisterei, Küche und andere die vorhandene Fläche. Im Kellergeschoss stehen außerdem Bänke und Tische auf dem Flur, der aus Mangel an Alternativen als Speisesaal genutzt werden muss. Bei aller Beengtheit kommen von Schulrektor Jäger keine lauten Klagen. Die alte Fabrikantenvilla hat zweifelsfrei ihre Vorzüge durch die familiäre Atmosphäre, die den Pädagogen wie den Schülern zugutekommt.

Eurythmie hier wie in Guatemala

Michelle Herrmann engagiert sich für eine Schule in Guatemala. Anfang Juni kehrte sie von dort nach Freiburg zurück und hat der vierten Klasse von ihrem Aufenthalt und der Reise berichtet. „Was machst du mit denen“, haben die Kinder gefragt. „Dasselbe wie mit euch“, gab Michelle zur Antwort. Demnach hat auch die guatemaltekische Vierte das Lautieren des eigenen Namens geübt. Sichtbare Sprache dort wie hier! Im Ganzen den eigenen Namen erleben! In der aktuellen Stunde beginnt die Vierte mit dem in-einem-durch-lautierten Alphabet. Ein Entwicklungsschritt wird dabei deutlich: in der Dritten machte die Lehrerin noch das Alphabet äußerlich mit, während sie es in der Vierten nur noch innerlich mitbewegt und auf diese Weise den Einzelnen auf Entdeckungsreise schickt.

Kurz danach laufen die acht Jungen und zwei Mädchen die Kronenform unterstützt von den Klängen eines Klaviers. Vier Schritte sind das Maß, um in der Form zu bleiben. Die Lehrerin gibt Hilfestellung, wohltuend und haltgebend dabei ihre vergleichsweise tiefe weibliche Stimme, die Kinder orientieren sich untereinander, ein Mädchen wird geführt und findet so zum Laufweg. Einem oder zwei Kindern gelingt es, zusätzlich auf die Musik zu hören. Der Raum wird zunehmend bewusster zusammen mit der Form ergriffen, ein Schuljahr weiter gibt es dazu eine Fortsetzung. Dann sind es eurythmische Übungen zu der indischen, persischen, ägyptischen und griechischen Kulturepoche. In der Sechsten folgt die Geometrie im Raum und Texte zur römischen Kulturepoche. Begonnen hat es in der ersten und zweiten Klasse mit der konsonantischen Evolutionsreihe. Es sind dies die zwölf Laute, in denen das Schulkind nach den Regeln der Eurythmie den richtigen Einstieg findet in die eigene menschliche Entwicklung.

Als Zwischenstück macht die Gruppe ein Volkslied im Seitgalopp, um schließlich so etwas wie das Komplementär zur Kronenform zu laufen: Die große Acht mit doppeltem Zentrum, Lemniskate und Ei, gegangen wird sie vorwärts und sogar rückwärts im Wechsel. Mit dem Ende der Stunde wird jedes Kind einzeln in die Mittagspause verabschiedet. Ein Kind äußert den Wunsch, mal wieder das „Pferdchen“ aus der ersten Klasse dranzunehmen, bei dem über einen Stab gesprungen wird. Doch damit nicht genug. Es schlägt vor: „Das Pferdchen musst du auch mal mit unseren Eltern machen.“

Was die Eltern an der Bewegungskunst schätzen

Eltern sind ein Thema für sich in der Sonderpädagogik. Beim Elternabend in der Ersten erklärt Michelle Herrmann gerne, was die Kinder in der Eurythmie machen. Dort erfahren die Eltern, was die Schüler antworten, wenn sie gefragt werden: Was lernt ihr durch die Eurythmie? An oberster Stelle setzen die Kinder und Jugendlichen das „Sich-konzentrieren-können“ und an zweite Stelle das „Auf-sich-selbst-und-den-anderen-achten-können.“ Geschicklichkeit, Selbstbeherrschung und Geistesgegenwart sind weitere Merkmale, um deren Erwerb es in diesem Fach geht. All diese Fähigkeiten kann man nicht messen, aber in sich aufnehmen. Als Soft Skills erleichtern sie einem das Leben und wecken den Respekt der anderen. Das macht die Eurythmie in den Augen mancher Eltern noch lange nicht zu einem Schulfach, was einiges an Geduld und Einsicht von den Beteiligten erfordert. Andere Eltern nehmen das Fach mit Dankbarkeit an. Denn sie wissen, ihr Kind wird an dieser Schule sachgerecht aufgefangen und erhält die Bildung, die es für seinen weiteren Lebensweg benötigt.

Das jeweilige Temperament des Schülers wird von der Eurythmielehrerin wahrgenommen und angenommen. Dies allein schon fördert die Eigeninitiative des Kindes als unverzichtbare Voraussetzung für einen erfolgreichen Bildungserwerb. Schulleiter Andreas Jäger kann berichten, Eurythmie sei an der Schule ein Fach, das die Kinder gerne machen, manche sogar lieben: „Es stimmt sie fröhlich, aber es fordert sie auch.“

Ein Kind, das die Michael-Schule besucht, hat bessere Chancen, nicht mehr an seiner Umgebung zu scheitern. Doch auch Schule findet nicht isoliert von dem statt, was in der Gesellschaft passiert. Warum etwa bekommen so viele Kinder heute Ritalin? Es stellt sich die Frage, wie das Kind trotz ärztlich verordneter Ruhigstellung in seiner Entwicklung gefördert werden kann. Auf diesem Gebiet ist die Eurythmie zusammen mit anderen Angeboten stark gefordert. Michelle: „Ich mache die Erfahrung: auch wenn das Mittel wirkt, das Ich des Menschen ist stärker.“

Musik und die anstehenden Feste

Die Musik für die Eurythmie übernimmt seit letztem Jahr Yuko Mack. Die Klavierlehrerin gibt auch privaten Unterricht für einzelne Schüler. Sie erzählt, es sei nützlich für die Privatstunden an einem so anspruchsvollen Instrument wie dem Klavier, das Kind sich bewegen zu lassen. Als Bild für diesen Vorgang verwendet sie den Satz: Mit dem Körper Musik machen. Auf diese Weise wird laut Yuko Mack der Unterricht am Instrument den Schülern besser gerecht, da diese oftmals „allgemein viel mit dem Kopf lernen müssen und von den Eltern Druck bekommen.“

Die nächste Schulfeier ist im Oktober 2018. Einen Monat zuvor feiert die Schulgemeinschaft Michaeli mit Aktivitäten im Freien. Es ist der Namenstag der Schule, denn der Erzengel Michael ist ihr Namenspatron. Im April 2019 dann veranstalten sie die Frühlingswerkstatt. 2019 im September begehen die Waldorfschulen weltweit ihr 100jähriges Bestehen. Auch die Waldorfschulen in Freiburg sind mit von der Partie. Michelle Herrmann plant, mit mehreren Klassen und der Eurythmie-Gruppe der Oberstufe eine Darbietung einzustudieren und aufzuführen. Auf dieses Projekt darf man mit Recht gespannt sein.

Veröffentlicht in dem Verbandsorgan „Auftakt“ im Herbst 2018

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